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Auf dem Weg in die Moderne: Die Glossierung des Sachsenspiegels und ihre Folgen

Leithandschrift der Edition „Glossen zum Sachsenspiegel-Lehnrecht. Die kürzere Glosse“, 1431/32, fol. 98 v (Leipzig, Universitätsbibliothek, Hs. 950). – Inhalt: Register zu Ssp.-Lehnrecht 72–80, darunter die vermutlich älteste Darstellung des Stadtwappens von Halle/S. Leithandschrift der Edition „Glossen zum Sachsenspiegel-Lehnrecht. Die kürzere Glosse“, 1431/32, fol. 98 v (Leipzig, Universitätsbibliothek, Hs. 950). – Inhalt: Register zu Ssp.-Lehnrecht 72–80, darunter die vermutlich älteste Darstellung des Stadtwappens von Halle/S. SAW

Im Akademie-Kolloquium stellen die Mitarbeiter des Projektes Monumenta Germaniae Historica – Sachsenspiegelglossen die Edition der Sachsenspiegelglossen vor.

Der Sachsenspiegel ist das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters. Aufgrund seiner zeitlichen Wirksamkeit über mehr als 600 Jahre und seiner Rezeption in Europa zwischen Barcelona und Kiew gehört er zu den großen Kulturleistungen, welche der mitteldeutsche Raum hervorgebracht hat.

Das Akademievorhaben „Monumenta Germaniae Historica - Sachsenspiegelglossen“ befasst sich mit der Edition einer bislang kaum in ihren Überlieferungsdimensionen und Wirkungszusammenhängen erforschten Quellengattung des spätmittelalterlichen Rechts. Es handelt sich um die Glossen zum Sachsenspiegel. Das in Mitteldeutschland zwischen 1220 und 1235 niedergeschriebene Rechtsbuch konnte sich in den Jahrhunderten nach seiner Entstehung deshalb so eindrucksvoll behaupten, weil es durch Glossen mit den beiden Universalrechten des Mittelalters, dem römischen und kanonischen Recht, wissenschaftlich verbunden worden war. Von den Glossen sind wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Sachsenspiegelrechts ausgegangen. So war es z. B. von ganz entscheidender Bedeutung, die Regelungen zum Schatzfund- und Silberschürfrecht mit dem für Sachsen so wichtigen Bergrecht in Einklang zu bringen. Wie dieses mittels der Buch’schen Glosse (um 1325) gelang, soll beispielhaft in der Entwicklung bis zum heute geltenden Recht gezeigt werden.

 

Programm

Vorträge

Dr. Frank-Michael Kaufmann

Was sind und zu welchem Zwecke ediert man Sachsenspiegel-Glossen?

Prof. Dr. Heiner Lück:

Wem gehör(t)en die „Himmelsscheibe von Nebra“ und andere „Bodenschätze“? Von Sachsenspiegel-Landrecht I 35 zum Schatzfundrecht, Schatz- und Bergregal der Gegenwart

Mit anschließender Diskussion.

Der Eintritt ist frei. Interessenten sind herzlich willkommen!

 

 Quelle: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

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